Landesverband Bayern

Neues Netzwerk für kostenfreien ÖPNV für Obdachlose Menschen gegründet

11.09.2024

Auf der Konferenz „Fragile Behausungen. Prekäres Wohnen und Wohnungslosigkeit in Zeiten multipler Krisen“ an der Technischen Hochschule Nürnberg (OHM) haben sich Ben Peter, Streetworker aus Regensburg, Andrea Protschky, Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der TU Darmstadt und Sabrina Heinl, Vorsitzende des DBSH Bayern, einen barrierefreien ÖPNV für obdachlose Menschen stark gemacht. Gemeinsam mit politischen Entscheidungsträgerinnen, Wissenschaftlerinnen, Praktiker*innen und Betroffenen wurden Lösungen diskutiert, wie wohnungslose Menschen den öffentlichen Nahverkehr nutzen können.

Warum ist das wichtig?

Mobilität ist für wohnungslose Menschen essenziell. Sie müssen zu Hilfsangeboten, Arbeitsmöglichkeiten und sozialen Kontakten gelangen. Doch oft fehlt ihnen der Zugang zu bezahlbaren Tickets. Dies erschwert ihre tägliche Mobilität und soziale Teilhabe erheblich.

Unsere Mission

Nach dem Workshop wurde das Netzwerk „Kostenfreier ÖPNV für obdachlose Menschen (KÖPNV)“ gegründet. Unser Ziel: Politische Lösungen auf kommunaler und bundesweiter Ebene zu entwickeln, damit wohnungslose Menschen kostenlos und barrierefrei den ÖPNV nutzen können. Menschenwürde und Menschenrechte stehen dabei im Mittelpunkt.

Unsere Aktivitäten

  • Recherche: Sammeln und Verbreiten von Informationen zu bestehenden Lösungen.
  • Arbeitsgruppen: Entwicklung und Umsetzung politischer Lösungsansätze.
  • Vernetzungstreffen: Austausch und Unterstützung zwischen Akteuren aus Politik, Praxis, Wissenschaft und Betroffenen.

Erste Erfolge

In Regensburg wurden bereits Initiativen gestartet, um obdachlosen Menschen kostenlose Tickets zu ermöglichen. Zudem haben wir eine Übersicht erstellt zu den Regionen, welche das Fahren ohne Fahrschein bereits entkriminalisiert haben. Auch der bundesweite Austausch stellt einen Teilerfolg dar, da Engagierte so effizienter an politischen Lösungen in ihrer Region arbeiten können.

Mitmachen und Unterstützen

Interessiert, uns zu unterstützen oder ein eigenes Netzwerk zu gründen? Kontaktieren Sie uns! Auch für das entstehende Netzwerk gegen De-Professionalisierung in der Sozialen Arbeit suchen wir noch Unterstützer*innen.

Besuchen Sie uns doch gerne auch mal auf unserem Instagram Kanal:

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